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Andrew Rogers eröffnet einen Nebenschauplatz der Biennale

Verantwortlicher Autor: Kirsten Ernst Venedig, 01.06.2017, 01:09 Uhr
Presse-Ressort von: Kirsten Ernst Bericht 4593x gelesen
Andrew Rogers am Palazzo Mora, Venedig
Andrew Rogers am Palazzo Mora, Venedig  Bild: Kirsten Ernst

Venedig [ENA] Eröffnet wurde die Vernissage am 8. Mai 2017 von Dr. Gerard Vaughan, Direktor der National Gallery of Australia. Einführende Worte gab Mr. Rupert Myer AO, Chair des Australia Council for the Arts. Und eine treffliche Bewirtung stellte die Mannschaft von Harry`s Bar zur Verfügung.

Im Vorhof des kulturhistorischen Palazzo Mora lud der Land-Art Künstler Andrew Rogers zum Auftakt der Biennale in Venedig zum Champangerfrühstück. Der australische Künstler war begeistert, daß 300 Besucher mit ihm der Enthüllung seiner neuesten Arbeit beiwohnten. „WE ARE“ zeigt 8 große Bronze- und Eisen Skulpturen. Rogers spürt in seinen Werken der Zwiespältigkeit des menschlichen Seins nach. Die metallischen, aufgeriffelten äußeren Strukturen umhüllen beschützend, die im Gegensatz zu ihnen stehenden, feinen, polierten, inneren Flächen der Skulpturen, die unsere innersten menschlichen Empfindungen und Gedanken beherbergen.

Rogers Arbeiten entsprechen in ihren leichten, organischen Formen menschlichen Empfindungen. Gleichzeitig können sie auch die Möglichkeit zur Veränderung eines Individuums andeuten. Der unerschütterliche Glaube Rogers an die Fähigkeit der Weiterentwicklung und Veränderung eines jeden einzelnen Menschen treibt ihn an. „Meine Formen erinnern immer daran, daß es jeder Einzelne von uns ist, der die Welt gerecht und leidenschaftlich macht.“

Eine der Skulpturen steht hier bereits als Modell für die größte Arbeit, die der australische Künstler je geschaffen hat. Denn auf der Expo 2017 „Future Energy - Energie der Zukunft: Maßnahmen für weltweite Nachhaltigkeit“ in Astana, der Hauptstadt von Kasachstan, vom 10. Juni bis 10. September 2017 wird diese zu bestaunen sein. Mit 10,50 m Höhe stellt „Unferling Energy“ seine gewaltigste Bronze dar.

Größte Bekanntheit hat Andrew Rogers jedoch mit seinen Geoglyphs „Rhythms of Life“ erzielt. Hierbei schuf der Künstler großflächige Landart-Installationen. An 51 internationalen Plätzen, 7 Kontinente umspannend, hat er in den jeweiligen Ländern die einheimische Bevölkerung zur Mitarbeit an seinen Werken inspiriert. Über die Jahre hat er so mehr als 7.500 Menschen in 16 Ländern für die Umsetzung seiner Projekte gewonnen. Mit Hilfe von Satellitenaufnahmen hat er seine weltumspannenden Arbeiten aus dem All sichtbar gemacht für seine Bewunderer auf der Erde.

Die Werke des Künstlers sind weltweit in zahlreichen Ausstellungen, sowie auch in privaten und öffentlichen Kollektionen prominent vertreten. Sein Werk wurde dokumentarisch auch im Discovery Channel der ABC, als auch bei National Geographie gezeigt. Die Arbeiten hier in Venedig werden in Partnerschaft mit der dänischen GAA Global Art Affairs Foundation präsentiert. Diese versteht sich als non-profit Organisation in der Rolle, philosophische Themen der Gegenwartskunst, Architektur und Kultur im Allgemeinen der Gesellschaft bewusst und zugänglich zu machen. Noch bis zum 26. November 2017 sind seine Werke im Garten des Palazzo Mora zu sehen.

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